Marathon-Wochenende mit Höhen, Tiefen und starken Momenten

Ein ereignisreiches Laufwochenende liegt hinter den Athletinnen und Athleten des SGV Hochdorf sowie der RunningCrew Remseck. Bei den großen Stadtmarathons in London, Düsseldorf und Hamburg sowie beim Halbmarathon in Wien zeigten die Sportler beeindruckenden Einsatz – auch wenn nicht jeder Lauf nach Plan verlief.

London: Kampfgeist trotz Verletzung

Beim prestigeträchtigen London Marathon stand Holger Bäßler für den SGV Hochdorf am Start – und erlebte ein Rennen, das ihm noch lange in Erinnerung bleiben wird. Bereits vor dem Start sorgte eine Besonderheit für Aufmerksamkeit: Aufgrund seines medizinischen Berufs wurde er ausdrücklich darauf hingewiesen, im Notfall anderen Läufern helfen zu müssen – eine außergewöhnliche Verantwortung.

Das Rennen selbst entwickelte sich zu einem echten Kraftakt. „Bei Kilometer 28 hat es plötzlich gezwickt – vermutlich ein Muskelfaserriss“, berichtete Bäßler. Trotz der Schmerzen biss er sich durch und brachte das Rennen in starken 4:22:44 Stunden ins Ziel. „Ich wollte einfach nur noch durchkommen und die Stimmung genießen – und die war wirklich mega. Es ist einfach ein riesiges Erlebnis hier“, fasste er seinen Lauf zusammen.

Düsseldorf: Bitteres Aus für Kucher

Weniger glücklich verlief der Düsseldorf Marathon für René Kucher. Mit ambitionierten Zielen – eine Zeit um 2:40 Stunden schien nach Trainings- und Wettkampfleistungen realistisch – ging er ins Rennen. Doch ab Kilometer 20 machten ihm starke Magenkrämpfe einen Strich durch die Rechnung.

„Es ging nichts mehr“, so Kucher enttäuscht, der das Rennen vorzeitig beenden musste. Nach bereits zuvor geplatzten Plänen beim Marathon in Hannover war die Enttäuschung groß. Dennoch richtet sich der Blick nach vorne: Nach einigen Tagen Erholung möchte er beim Halbmarathon in Stuttgart am 17. Mai einen neuen Anlauf auf eine persönliche Bestzeit nehmen.

Wien: Hitze fordert ihren Tribut

Bereits am vorletzten Wochenende stand Melanie Mayer beim Halbmarathon in Wien für den SGV Hochdorf an der Startlinie. Unter schwierigen Bedingungen mit großer Hitze und staubiger Luft wurde der Lauf zur Herausforderung.

„Es war eine Qual, ich habe schlecht Luft bekommen und meine Beine waren schwer“, berichtete Mayer. Mit 1:49:10 Stunden blieb sie zwar hinter ihren Erwartungen, ordnete das Ergebnis aber dennoch als „okay“ ein. Besonders schade: Ihre Schwester musste das Rennen vorzeitig nach 14 Kilometern beenden.

Hamburg: Spontaner Tempolauf sorgt für Freude

Beim Halbmarathon in Hamburg ging Thomas Kotzur für die RunningCrew Remseck an den Start – ursprünglich mit der Aufgabe, als Pacemaker für eine Freundin zu fungieren. Doch nachdem diese das Rennen frühzeitig beenden musste, entschied sich Kotzur spontan um.

Ab Kilometer 8 entwickelte sich sein Lauf zu einem ungeplanten Tempodauerlauf. „Ich habe mich einfach gut gefühlt und laufen lassen“, berichtete er. Mit einer Zeit von 2:18:13 Stunden zeigte er sich hochzufrieden – auch wenn mit konstantem Tempo sogar eine Zeit unter zwei Stunden und damit eine persönliche Bestleistung möglich gewesen wäre.

Fazit: Emotionen, Erfahrungen und neue Ziele

Das Marathon-Wochenende zeigte einmal mehr die ganze Bandbreite des Laufsports: von Euphorie und Gänsehautmomenten bis hin zu Rückschlägen und mentalen Herausforderungen. Für alle Beteiligten bleiben wertvolle Erfahrungen – und die Motivation, bei den nächsten Wettkämpfen wieder anzugreifen.

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